Samstag, 3. Februar 2018

Tsunami

Vor den schrecklichen Flutwellen 2006 in Asien und 2011 in Japan war in Sachen Tsunami hauptsächlich von Hawaii, und hier besonders von Hilo, die Rede. Mehrfach, schon im 18. und 19. Jahrhundert, wurde ein Großteil der Hauptstadt Big Islands zerstört, zuletzt 1946 und 1960. 

Ich besuche das Tsunami Museum, das in seinem klotzigen Steingebäude allen Fluten stand hielt...


... und lerne, Flutwellen gibt es hier alle paar Jahre, nur nicht so gigantische. Nachdem 1960 auch deswegen viele umkamen, weil sie gucken wollten, gilt heute bei Alarm eine Evakuierungspflicht.


Die überall ausgeschilderten entsprechenden Zinen müssen bei Sirenalarm verlassen werden. Das aber, habe ich ebenfalls gelernt, nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß. 


Im Museum arbeiten Freiwillige und erzählen gerne die Geschichten hinter den Bildern, insbesondere die von zunächst mitgerissenen Überlebenden. Zwei fand ich besonders beeindruckend. 50 Jahre nach der 46-er Katastrophe brachte das Museum zwei Gerettete und die Retter zusammen. Die Kinder von einer geretteten Frau und die eines überlebenden Mannes berichteten, ihre Eltern hätten ihnen zuvor niemals von dem Unglück und der Rettung erzählt. Vier, der aus scheinbar aussichtsloser Lage Geretteten, im Pazifik treibend, eine an eine Tür geklammert, ein anderer an einem Fass, genießen aber ein langes Leben, alle sind über 90 Jahre alt.




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