Ich besuche das Tsunami Museum, das in seinem klotzigen Steingebäude allen Fluten stand hielt...
... und lerne, Flutwellen gibt es hier alle paar Jahre, nur nicht so gigantische. Nachdem 1960 auch deswegen viele umkamen, weil sie gucken wollten, gilt heute bei Alarm eine Evakuierungspflicht.
Die überall ausgeschilderten entsprechenden Zinen müssen bei Sirenalarm verlassen werden. Das aber, habe ich ebenfalls gelernt, nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß.
Im Museum arbeiten Freiwillige und erzählen gerne die Geschichten hinter den Bildern, insbesondere die von zunächst mitgerissenen Überlebenden. Zwei fand ich besonders beeindruckend. 50 Jahre nach der 46-er Katastrophe brachte das Museum zwei Gerettete und die Retter zusammen. Die Kinder von einer geretteten Frau und die eines überlebenden Mannes berichteten, ihre Eltern hätten ihnen zuvor niemals von dem Unglück und der Rettung erzählt. Vier, der aus scheinbar aussichtsloser Lage Geretteten, im Pazifik treibend, eine an eine Tür geklammert, ein anderer an einem Fass, genießen aber ein langes Leben, alle sind über 90 Jahre alt.




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