Dienstag, 16. Januar 2018

„Aufm Land“ Oahus

Kofferpacken nun auch für mich. Im Hintergrund läuft das Rockpalastkonzert von Van Morrison aus dem Jahr 1982. Damals auf Kassette mitgeschnitten und hundertfach gehört, immer noch empfehlenswert. Wer hätte damals erwartet, dass ich das 35 Jahre später auf einem Bild-Telefon herunterladen und auf einem 3 cm dickem Fernseher, der die halbe Wand einnimmt, am anderen Ende der Welt anschauen könnnte?

Und trotzdem laufen Partei- und Gewerkschaftssitzungen noch so ab wie damals, ok vielleicht mit PowerPoint, fahren die meisten Leute morgens ins Büro, fliegt und fährt man durch ganz Deutschland um Dinge miteinander zu besprechen. Passt irgendwie nicht zusammen. 

Nur hier diesen blauen Himmel, den lauen Seewind, die sich an den Strand werfenden Wellen, das muss man nicht nur in Farbe, sondern real erleben, nicht nur gestreamt. 

Hier im Westen, mit den einfachen bis ärmlichen Hilzhäusern, den Familien an den Stränden, wo die Dreijährigen nicht nur besser schwimmen als ich, sondern auch mutiger sind, das ist eine andere Welt als Waikiki. 

Unser 14-stöckiges Strandhäuschen ist schon j-w-d, aber wenige Kilometer nördlich hört die Straße auf (obwohl noch einiges an Insel kommt). Der Yokohamastrand ist der letzte per Auto erreichbare. Aber auch hier, am „Ende der Welt“ Oahus, Duschen, Toiletten, Baywatch. Die Hawaiianer lieben ihre Strände und Beachparks. Hier bringt man auch Zelte mit, hier chillt und feiert man. 



Und hier sehe ich sie endlich, die Surfer, die durch die Tunnel der sich überschlagenden Wellen rasen, auf ihren Kämmen geradezu tanzen. Bisher sahen wir viel Mut, immer wieder umgerissene, auch verletzte Surfer, das hier sind die Könner. Vier bis zu sechs Meter sind die Wellen hoch. 



Noch ein Besuch im Waianae Valley. Etwas Landwirtschaft hier, manche aufgegebende Häuser, Schrottautos und Müll am Straßenrand, aber alles liebevoll von den Bergen umrahmt. 


Auf  Hawaii hast du alles, 12 Monate Sommer im Jahr, dabei nicht zu heiß, nicht zu trocken, das Meer, die Berge, Fetengegenden und leere Strände, kochende Lava und manchmal sogar Schnee. Auf Oahu sogar eine richtige Stadt, zehnspurige Autobahnen und ordentliche Staus  (was ich nicht wirklich brauche). 

Morgen früh heißt es good bye Oahu and hallo Big Island. 








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