Samstag, 6. Januar 2018

Drunter und drüber

Bewegung braucht der Mensch, und die nicht nur im Auto. Auf dem 2000 m hohem Polipoli gibt des den Skyline Trail. Wir müssen ihn ja nicht bis auf den 3100-er Pu'u Ulaula gehen sagen wir uns - und auf geht's.  Das Wetter wird düsterer, je näher wir dem Berg kommen. Wolken Nieselregen. Meine Hoffnung, wir wandern über den Wolken. Also rauf. Die Straße wieder spannend. Durchweg einspurig. 

Zwei Frauen sind in einer Haarnadelkurve mit ihrem Wagen leicht vom Weg abgekommen und haben vorne aufgesetzt. Natürlich halten wir, wie auch die folgenden Autos. Ich denke, Amerikaner, die haben den wilden Westen in den Genen und wissen sich zu helfen. Von wegen, drei Kerle laufen um das Auto wie aufgescheuchte Hühner, raten einen Abschleppwagen zu holen. Wir haben zwar einen Allradjeep, aber kein Seil. Ich schlage vor, Jungs wir schieben die Kiste händisch raus. Vier Männer, ein Wort, so geschah es dann. Umarmungen, danke, zwei glückliche Frauen.

Nun rein in die Wolken.


Und siehe da, in ungefähr 1700 m Höhe haben wir es geschafft und uns den Sonnentag verdient. Das Auto lassen wir an der Wolkengrenze stehen (was wir auf dem Rückweg bedauern, denn zwischenzeitlich waren die feuchten Schwaden hundert Meter geklettert) und laufen zwei Stunden.


Die Vegetation hier in rund 1900 m Höhe nicht mehr tropisch sondern gemäßigt mediterran bis Schwarzwald. 





Bei der Rückfahrt stellen wir fest, unter uns hat's geregnet. Da stehen (und gehen) wir halt drüber. 




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