Dienstag, 2. Januar 2018

Jetzt richtig

Als Berg ist der Mauna Loa, unser Hausberg, der höchste Berg der Welt. Vom Fuß bis zur Spitze 9200 m. Nur liegen 5000 m unter Wasser, so dass "nur" 4170 m den Meeresspiegel überragen.  Angeblich hat sich der Meeresboden unter seinem Gewicht noch um 8000 m abgesenkt, wenn man das berücksichtigt, ist dieser Vulkan mehr als 17000 m hoch.  Mit vier weiteren Vulkanen (die alle kleiner sind) ist er die Insel Hawaii, oder auch Big Island.


Mauna Loa spuckt erst seit knapp einer Million Jahre, das bislang letzte Mal 1984. Vor 400000 Jahren soll er dann aus dem Pazifik aufgetaucht sein. Der letzte heftige Ausbruch war 1984, in den Jahren seither hat sich dieser mächtige Vulkan ruhig verhalten.


Wir fahren bis 2000 ü.N.N. hinauf und kraxeln dann weiter. Zuerst durch Wald, dann Gebüsch, immer wieder über Lavafelder. Das Wetter ist wunderbar, heute keine Quellwolken über dem Berg. Das Gehen ist aber anstrengend. Die Höhe merkt man ein wenig, die Lavaschlacke fordert hohe Aufmerksamkeit. Der ständige Blcik auf den Boden führt manchmal dazu, vom Trail abzukommen, weil ich die Steinhaufen, die den Weg markieren, aus dem Auge verliere. 


Die Lava ist oft ziemlich scharfkantig erkaltet. Hinterlässt aber ganz unterschiedliche Strukturen. 


Dennoch macht es mächtig Spaß. Hier sind, anders als im Zentrum des Natinalparks, nur wenige Menschen unterwegs. Moin, begrüßt uns ein Amerikaner, der eine Zeit in Hamburg studiert hatte. Er freute sich, ein bisschen deutsch reden zu können. Wie vor Tagen eine alte Dame am Strand, die Germanistik studiert hatte, im Winter auf Hawaii und im Sommer in Alaska lebt. Wir laden noch einen New Yorker Financer auf, der sich mal gleich für Trump entschuldigt und in drei Tagen den Viertausender bezwingen will. Offensichtlich froh Gesprächspartner gefunden zu haben, redete er ununterbrochen über Geschäfte, Pharmaunternehmen, deren Chancen und Risiken, deutsche Unternehmen in den USA, und dass er anstelle von Bayer niemals Monsanto gekauft hätte. Bayer sollte mal selbst innovativer werden und sich nicht auf Aspirin ausruhen.


Noch ein Blick ins Tal Richtung Pazifik, wo Pu'u'O'o weiter gemächlich Lava auswirft, die aber die ersten Kilometer unter der erkälteten Oberfläche ins Tal fließt.



Hier auf 7000 ft Höhe, bis 2500 m habe ich es dann noch geschafft. Die beste Ehefrau, die Geröll und Felsen nicht wirklich mag, hielt tapfer mit. Wieder unten, ziemlich fertig, drehten wir doch noch eine fünftel Runde um dem Kilauea-Krater, da wo es dampft und schwefelt. So konserviert landen wir wieder beim Thai in Volcano, ziemlich scharf.







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