Die Höflichkeit der Autofahrer hier ist immer wieder überraschend. Landstraße ohne Fußgängerüberweg, ich drehe mich nur leicht zur Seite, der Autofahrer bremst ab, schaut mich fragend an, ich überquere die Straße, fünf Fahrzeuge warten, kein Fahrer macht einen nervösen Eindruck. Oder, Abbiegeverbot wird missachtet, eine ganze Wagenkolonne muss warten, bis der eine illegal abbiegen kann. Niemand hupt, alle wirken entspannt. Niemand schwingt zu zum Erziehungsberechtigtem auf.
Nach meiner Erinnerung hielt man sich in den USA ziemlich an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die sind ganz schön happig. In Ortschaften 40 km/h, auf der Nationalstraße über große Strecken 55 km/h, manchmal 72, eher selten 88. Doch hier auf den Inseln fährt man grundsätzlich 5 Meilen/Stunde schneller als geboten.
Nach Einbruch der Dunkelheit ist alsbald tote Hose (Ausnahme, da wo die Lava leuchtet). Wir wollten Karten für eine Veranstaltung, das geht nur bis fünf Uhr. Die Restaurants schließen um 9 PM, spätestens um 10. Oftmals wird darauf hingewiesen, letzte Esssenbestellung halb neun. Nach 10 Uhr abends sieht man auch nur noch wenige Fenster erleuchtet. Vorteil, es stört nicht, dass ab kurz vor sechs überall die Hähne krähen.
Was man im Garten hat, wird gerne auch verkauft. Das Obst steht in Körben am Starßenrand, mit einem Zettel drin, wieviel Dollar man wofür in den Kasten werfen soll. Wir haben großen Gefallen am einheimischen Rind gefunden und schon das vierte Mal gegrillt.



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