Samstag, 20. Januar 2018

Der trockene Nordwesten

Der 4200 m hohe Mauna Kea hat wettertechnisch permanent schlechte Laune und zeigt gerne eine Schneekoppe. Auf der Fahrt in den Norden sehe ich, heute ist der komplett wolkenfrei. Da die Passatwinde hier permanent aus Ost wehen, kommt im Windschatten des Bergriesen praktisch  nie Regen an. Die Landschaft ist deshalb trockene Steppe. 


Die Insel ist natürlich der Vulkan (gemeinsam mit den anderen), hin und wieder macht er das deutlich. Prägend noch die Lavamassen vom letzten Ausbruch des Mauna Keas im Jahr 1935. 


Doch dann mit einem Mal grün, und zwar mehr als auf den Inseln, die die Lavamassen damals nur umspült haben. Mitten in der Lavawüste schattenspendende Alleen, tropisches Blühen. Hier im 360-Tage-Sonnen-Sommer haben sich die Luxusressorts eingerichtet.


Im Waikoloa Beach Resort darf man schon für ab 1.000 $ eine Nacht Nacht verbringen, die eigene Ferienvilla gibt's dann schon für 35.000 die Woche. 


Es ist eine eigene Stadt, mit Hilton, Marriot und anderen Apartmentanlagen, integrierten Naturschutzräumen, Seen, Einkaufszentren, einschließlich eines Macys. Höchste Preisklasse, wirklich alles wirkt gediegen. Andererseits habe ich selten so günstig gefrühstückt wie hier im Einkaufszentrum. Absolut das Gegenteil vom doch eher hawaiianisch einfachem Captain Cook in South Kona.


Der Strand ist ist noch nicht sehr rund gewaschene Lava, weshalb sich das Hilton eine eigene Lagune leistet. Hat man keinen Strand, macht man sich einen.


Wenn schon, denn schon. Eigene Delfine gehören auch dazu. Die Kinder dürfen sich dann mal ein bisschen nassspritzen lassen.


Weil allein das Hilton riesig ist, setzt man nicht mehr aufs Pferd...


...sondern hat eine eigene Straßenbahn. 


Waikoloa ist nur eines der Luxusressorts im Nordwesten.










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